Die Lehren von Bhagavan Sri Ramana Maharshi

Wer bin Ich? Dies ist die allumfassende Fragestellung und in seiner Tiefe nicht durch unseren Verstand zu verstehen.

Diese Fragestellung ist die Essenz der Lehre von Sri Raman Maharshi.

Hier gibt es das kleine Büchlein mit Fragen und Antworten von Maharshi:

D I E L E H R E N von B H A G A V A N SRI RAMANA M A H A R S H I

 

 

Ramana Maharshi

(Tamil: ரமண மஹரிஷி; Sanskrit: रामण महर्षि – Maharshi bedeutet „Großer Weiser“, Geburtsname Venkataraman) (*30. Dezember 1879 in Tiruchuli im südindischen Tamil Nadu; † 14. April 1950 in Tiruvannamalai, Indien) war ein indischer Guru.

Ramana Maharshi lebte schweigend, antwortete aber auf Fragen spirituell Interessierter. Er war ein Vertreter des Advaita-Vedanta des 20. Jahrhunderts und empfahl Ratsuchenden, die nach einer Übung fragten, die Methode Atma Vichara, die Ergründung des Selbst auf Grundlage der Frage: „Wer bin ich?“. Dutzende westliche Lehrer berufen sich heute auf ihn und sehen in ihm ein Vorbild.

Quelle: Wikipedia

Impuls zum Thema „Einheit von allem“ von Petra Wagner, Mitglied der Leitung der Kontemplationslinie Benediktushof

„Drum, wer Ohren hat zu hören, der höre!
Es ist nicht zwei, nicht drei, nicht tausende,
es ist Eins und alles; es ist nicht Körper und Geist geschieden,
dass eine der Zeit, das andere der Ewigkeit angehöre,
es ist Eins, gehört sich selbst,
und ist Zeit und Ewigkeit zugleich,
und sichtbar und unsichtbar, bleibend im Wandel,
ein unendliches Leben.
Karoline von Günderode

Einheit von allem. Was ist das? Die wirkliche Schwierigkeit besteht darin, dass der Verstand sofort eine Interpretation liefert. Alles, was auf dem spirituellen Weg gehört wurde, gelesen wurde, vielleicht sogar als leise Ahnung erfahren wurde, interpretiert sich über den Intellekt, versucht sich einzusortieren, um die gewohnte Sicherheit aufrecht zu erhalten. Sicherheit, die in der personellen Struktur begründet ist. Genau jener Struktur, die die Dualität, die Gegenüberstellung von Ich und Du, als existenziell notwendig erfahren hat und erfährt.

Um den Alltag organisieren zu können und auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen kommunizieren zu können, braucht es ein starkes Ich. Allein der Besuch eines Kurses erfordert Struktur und vielerlei rationale Entscheidungen – beginnend mit der Organisation des Hauses, Terminplänen, Kursprogramm, Kursleitung etc. Erst dann ist eine Anmeldung und der Besuch überhaupt  möglich. Weshalb also sollte das Ich entwertet werden?
Wird es auch nicht. Die so selbstverständliche Über-Bewertung lässt es so empfinden. Sie scheint so stark in uns konditioniert, dass jede Aufforderung des Spürens, Lauschens, Innehaltens, jede Frage nach der Wirklichkeit „hinter“ dem Ich, als Ent-Wertung empfunden wird und in Widerstand mündet. Das „starke Ich“, kostbar und sehr sinnvoll, offenbart seine Schwäche: die bedingungslose Aufrechterhaltung der Machtstruktur, die sinnentleerte Über-Bewertung.

Ein vis-à-vis ein Gesicht-zu-Gesicht (zugegeben, eine etwas gewagte direkte Übersetzung des so geläufigen Wortes) erfährt sich zunächst nicht als Einheit, sondern als Ich und Du in Beziehung, Auseinandersetzung und Kommunikation. Dass wir einander Spiegel sind, ist eine meist langsam reifende Erkenntnis. Dass wir einander nicht nur Spiegel sind, sondern wir selbst es sind, die sich im anderen begegnen, weiter noch, wir selbst die – der – das Andere sind, ist mit dem Intellekt nicht mehr erfassbar, entzieht sich unserer Erkenntnismöglichkeit. Einheit von allem ist keine Erkenntnis, auch wenn es sich unsere personale Struktur noch so sehr wünscht, herbeisehnt und daran arbeitet und übt. Es ist eine Erfahrung des Seins im Augenblick. Einheit von allem ist, was wir zutiefst sind.

Während ich hier am PC sitze und schreibe, ist in einem anderen Zimmer klassische Musik zu hören, Rameau – dirigiert von Teodor Currentzis. Die Musik ist leise im Hintergrund und doch webt sie sich ein. Der Intellekt sucht nach Worten um die Erfahrung der Einheit in diesem Text Ausdruck finden zu lassen, sie zu transportieren. Zugleich ist diese wunderbare Musik spürbar anwesend.

Zunächst ist es ein Hören…. dann ein Spüren…. in allen Zellen…. Klang sein….
So findet sich ein wunderbares Beispiel. Das Hören ist noch in einer Distanz zum Klang, das Spüren löst die Distanz langsam auf, das Klangsein erfährt den Augenblick, die Einheit. Musik, vor Jahrhunderten komponiert – in unserer Zeit neu dirigiert…. eine Brücke über die Zeit…. Zeit und Ewigkeit zugleich.

Einheit von allem ist Wirklichkeit.

www.benediktushof-holzkirchen.de

Eckhart Tolle – Vorträge, Workshop und Retreat 2019 – Jetzt oder nie -Tour

Erlebe einen der herausragendsten spirituellen Lehrer unserer Zeit! Eckhart Tolles tiefe und einfache Lehren haben unzähligen Menschen auf der ganzen Welt geholfen, einen lebendigen inneren Frieden in ihrem täglichen Leben zu finden.

Quelle: Eckhart Tolle – Vorträge, Workshop und Retreat 2019 – Jetzt oder nie -Tour

Du selbst bist Buddha

Ich rede davon dein eigenes Selbst zu erkennen. Wie weit musst du reisen um dies zu tun? Wie weit ist dein eigenes Selbst von dir entfernt? Du musst nur erkennen wo du jetzt gerade bist und da bleiben. Was für eine Anstrengung braucht es dazu? Dieses Wissen, dieses Verstehen ist die Wahrheit nach der du suchst. Ist diese Wahrheit, nach der du suchst, zu irgendeinem Zeitpunkt nicht gegenwärtig? Ist diese Wahrheit je von dir getrennt gewesen? Wenn ja, dann musst du natürlich danach suchen und schauen wo du sie vielleicht verloren hast. Aber wenn sie niemals weg war, welche Anstrengung wird dann benötigt um sie zu finden?

Die meisten Leute wollen temporäre Gelüste befriedigen, die allesamt vom Gehirn erzeugt werden und nach kurzer Zeit nachlassen. Wenige entscheiden sich für ewig währende Ruhe und Liebe. Du selbst bist Buddha. Stell dein Licht nicht unter den Schemel! Du hast dasselbe Licht, dieselbe Weisheit, dasselbe Bewusstsein wie er.

Formen (Gedanken und Gefühle) sind temporär. Du kannst dich nicht an sie halten, ohne Angst und Verwirrung zu erzeugen.
Wer ist der stille Zeuge sämtlicher physischen, sinnlichen und intellektuellen Erfahrungen? Dieser Zeuge ist nicht involviert, er ist lediglich ein Beobachter. Unberührt aufmerksames Beobachten ist reines Sein, dein herzallerliebstes Selbst, der Ursprung aller Schöpfung. Nichts Geringeres als DAS bist du!

Verankert im Bewusstsein kannst du alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle nach Herzenslust geniessen.
Unterscheide zwischen dem ewig Vorhandenen und den Schaumbläschen die dauernd neu entstehen und zerplatzen
Halte dich an keinen noch so tief sitzenden Überzeugungen fest, sonst stinken deine Taschen nach toten Fischen.

Tu nichts! Dein ganzes Problem besteht darin, dass du immer etwas tust. Lass von all deinem Tun ab. Lass von all deinen Überzeugungen ab, all deinem Suchen, all deinen Ausflüchten und sieh, was schon immer hier war und ist. Beweg dich nicht. Beweg dich weder auf etwas zu noch von etwas weg. Sei jetzt in diesem Augenblick still.

Es gibt nichts zu lehren. Keine spirituelle Lehre berührt Erleuchtung. Erleuchtung ist deine vollkommen reale und authentische Erfahrung in diesem Moment. Ihr seid nichts anderes als Existenz an sich. Seht es überall, indem ihr Euch auf nichts Sichtbares fixiert. Dieses Sehen ist Sein, nicht die Betrachtung von Objekten. Nur der Intellekt hat das Bedürfnis, etwas im Grunde Unfassliches in Worte zu kleiden, die doch stets ungenügend bleiben müssen. Worte sind nur Wegweiser. Mit Worten wird einzig der Intellekt befriedigt – und auch das nur vorübergehend.

H. W. L. Poonja („Papaji“ )

Impuls zum Thema „Ankommen im Jetzt“ von Fernand Braun, spirituelle Leitung Benediktushof

Sag nicht, dass ich morgen scheide,
denn ich bin noch gar nicht ganz da.
Ich komme gerade erst an mit Lachen und Weinen, mit Furcht und mit Hoffnung

Bitte rufe mich bei meinem wahren Namen,
damit ich all meine Schreie und mein Lachen
zur selben Zeit hören kann,
damit ich sehen kann, dass meine Freude und mein Schmerz eins sind.

Bitte rufe mich bei meinem wahren Namen,
damit ich aufwachen kann,
und das Tor meines Herzens offen bleiben kann.
Das Tor des Mitgefühls.
(Thich Nhat Hanh)

„Ich bin noch nicht da!“ höre ich so oft am ersten Kurstag von Teilnehmern. Oder: „Ich komme gerade erst an!“ – eine Aussage meist am Ende des Kurses, wenn es wieder zurückgeht in den Alltag, nach Hause, wo ich mich manchmal nicht wirklich zuhause fühle und auch mir fremd bin.

Es ist ein tiefsitzendes Empfinden, dass das, was ist, noch nicht das Wirkliche oder Richtige zu sein scheint. Ein Gefühl „noch nicht genug zu haben“ und etwas bekommen oder erreichen zu müssen, wo ich „mehr ich selbst sein kann“. Das Ich, das sich als von allem getrennt wahrnimmt, und der gegenwärtige Moment werden als armselig, dürftig und ungenügend definiert. Die Gegenwart existiert als Defizit. Das wirkliche Leben sprudelt immer wo anders. Es herrscht ein permanenter Zustand von Unzufriedenheit.

Das Leid, welches ein Mensch in einer solchen Situation empfindet, liegt aber nicht an dem Lebensumstand selbst, sondern daran, dass er den gegenwärtigen Moment, so wie er ist, nicht annehmen will, deshalb vor ihm wegläuft oder ihm inneren Widerstand entgegen setzt.

Dieser Widerstand gegen das „Sosein“ des gegenwärtigen Augenblicks bedeutet im Grunde nichts anderes, als sich vor sich selber zu verstecken! Das ist die Gretchenfrage:
Wie viel Verbindung zu dir selbst hast du in deinem bisherigen Leben? Frage dich selbst, wie oft du schon versucht hast, aufrichtig und bedingungslos mit dir, mit deinem Herzen, in Verbindung zu treten.
Wie oft schon hast du dich abgewendet, aus Furcht, etwas Schreckliches über dich selbst zu entdecken? Wie oft warst du bereit, dich selbst im Spiegel anzuschauen, ohne dass es dir peinlich wurde?
Wie oft hast du dich selbst abgeschirmt – hinter einer Zeitung, beim Chatten, durch Fernsehen oder einfach durch Rückzug?

Das Erwachen ist nur möglich, wenn du bereit bist, dich dir selbst zu stellen. Das mag dir als hohe Anforderung erscheinen, vielleicht als sinnlos oder gar unmöglich, doch sie ist unabdingbar.

Wenn du bei der Meditation aufrecht und trotzdem entspannt sitzt, dann bist du nackt. Dein ganzes Sein, dein Herz ist bloßgelegt, vor allem vor dir selbst und vor anderen. Beim stillen Sitzen, indem du dem Atem folgst, wie er einströmt und wieder ausströmt und sich verflüchtigt, stellst du die Verbindung zu deinem Innersten, deinem Herzen her und lässt dich einfach sein. Wie schwierig und fast unmöglich! Aber dann kann es geschehen, dass etwas in deinem Inneren „umkippt“ und eine tiefe Stille und unendlicher Frieden dich erfüllt. Staunend stellst du fest, dass das erwachte Herz „leer“ ist – offen und weit, wo Freude und Schmerz eins, Lachen und Weinen zur selben Zeit wahrnehmbar sind. Dieses erwachte Herz ist reines Mitgefühl, bedingungslose Bejahung. Weich und wund fühlt es sich an.

Wenn du deine Augen für die Welt öffnest, überkommt dich – so paradox es klingt – eine stille Freude und gleichzeitig abgrundtiefe Traurigkeit. Es hat nichts mit äußeren Gründen zu tun: Du bist nicht traurig, weil jemand dich verletzt hat, oder weil du einen Verlust zu beklagen hast. Diese Traurigkeit ist grundlos. Sie rührt daher, dass dein Herz ganz bloßgelegt ist – ungeschützt.

Gleichzeitig entsteht ein tiefes Einverständnis für die Soheit der Dinge! Es ist die Geburt von Gleichmut und Furchtlosigkeit. Es meint nicht Furchtlosigkeit in dem Sinne, dass man keine Angst hat oder dass man zurückschlägt, wenn man geschlagen wird. Es ist die Bereitschaft, dein verwundbares, wunderbares Herz berühren zu lassen. Die Bereitschaft, ohne Abwehr und ohne (Ab-)Scheu dich dir und der Welt zu öffnen, und die Bereitschaft, dein Herz mit anderen zu teilen. Es ist das Leben selbst!

Das bedeutet „Ankommen im Jetzt“!

www.benediktushof-holzkirchen.de

Die Bedeutung von Leistung

Impuls zum Thema „Die Bedeutung von Leistung“ von Doris Zölls, spirituelle Leitung Benediktushof

Der Rabbiner von Chicago ist leidenschaftlicher Golfspieler. Die ganze Woche war dicker Nebel – am Schabbes jedoch scheint die Sonne. Der Rabbiner steht am frühen Morgen auf dem menschenleeren Golfplatz, die Sportleidenschaft siegt über die Frömmigkeit, er nimmt den Schläger in die Hand… Sein Vater schaut vom Himmel herab und sagt kopfschüttelnd zum lieben Gott: „Siehst du, was
mein Sohn, der Rebbe, da unten macht?“ Der liebe Gott antwortet: „Ich werde ihn bestrafen!“ Der Rabbiner unten legt den Ball zurecht, holt mächtig aus und schlägt… 250 Meter und genau ins Loch! Sein Vater sagt verbittert: „Das nennst du Strafe?“ Der liebe Gott lächelt: „Wem soll er es erzählen?“

In dieser kleinen Geschichte wird die schillernde Bedeutung von Leistung wunderbar sichtbar.
Am eindrücklichsten ist, dass eine hervorragende Leistung, die für andere nicht sichtbar ist und ich mich mit ihr nicht brüsten kann, als Strafe bezeichnet wird. Leistung, Stolz, Anerkennung, Versagen, unser ICH, sie alle sind eng miteinander verwoben. Schon von klein auf erleben wir, dass, wenn uns etwas gelingt, wir gelobt werden. Da freuen sich die Eltern, wenn das Kind die ersten Schritte macht, ja schon wenn es sich in die Senkrechte begibt. Das Kind geht aufs Töpfchen und die Eltern loben es für sein Produkt, als ob es dieses selbst geschaffen hätte.

So geht es in unserem Leben beständig weiter. Alles, was den Wünschen und Vorstellungen entspricht, darüber freuen sich Eltern, Lehrer, Freunde, Mitmenschen.  Für alle „Leistungen“ bekommen wir Anerkennung. Da ist es unumgänglich, dass sich in unseren Köpfen der Gedanke einnistet, mein ICH leistet Unglaubliches.

Wenn ich dem Erwünschten der anderen entspreche, dann bin ich richtig und werde dafür belohnt. Anerkennung ruft in uns angenehme Gefühle hervor und so ist es verständlich, dass wir uns in unserem ganzen Leben auf den Weg machen, nach Anerkennung zu heischen. Unser ICH hat sich die Leistung auf seine Fahne geschrieben, doch wehe, wenn es den Vorstellungen nicht nachkommt. Misslingt uns etwas, bleibt das angenehme Gefühl des Lobes aus, ja folgt statt dessen ein Tadel, tun sich sogleich unangenehme Gefühle auf. Unser ICH fühlt sich beschämt, nicht mehr angenommen. Es hat versagt. ICH kann es nicht. Mein ICH will sein Scheitern vertuschen, vielleicht findet es Schuldige, die das Scheitern verursacht haben, dann hat es wenigstens eine Entschuldigung, doch der Leistungsdruck bleibt nicht aus und drückt auf unser ICH.

Schauen wir jedoch auf diese so genannten Leistungen, stellt man ganz schnell fest, dass es da überhaupt kein ICH gibt, das sich frei und unabhängig entscheiden könnte, Großartiges zu leisten. Das Kind entscheidet sich nicht, jetzt richte ich mich auf, jetzt laufe ich. Das Aufrichten, das Laufen, stecken in ihm und wollen sich in ihm entfalten!

Das gilt für all unsere Leistungen, für die wir unser freies, eigenständiges ICH verantwortlich machen. Die Leistungen sind in uns und wollen gelebt werden. Auf ein ICH stolz zu sein und Leistungen als seinen eigenen Erfolg zu deklarieren, trifft die Sache nicht. Worauf könnten wir da stolz sein, dass sich das Leben in uns so vollzieht? Wenn sich jedoch in uns alles „von ganz alleine“ entfaltet, bedeutet dies dann nicht, dass wir eben sind, wie wir sind, determiniert, fest gelegt auf das, was in uns angelegt ist und dafür nicht verantwortlich? Muster, Konditionierungen, Prägungen, eben das, was wir als unser ICH verstehen, bestimmt uns unbewusst sehr. Doch gleichzeitig ist dieses ICH nicht frei und eigenständig. Es ist abhängig von den Umständen, es schwankt daher hin und her und wandelt sich je nach Situation. Bereits wenn es verliebt ist macht dieses Gefühl aus jemanden, der vorher vielleicht unentwegt genörgelt hat, einen fröhlichen und zufriedenen Zeitgenossen. Wer sind wir dann wirklich?

Auf diese Frage antwortete einst ein alter Zen-Meister seinem Schüler: „Willst du wissen wer du wirklich bist, dann sei achtsam bei allem, was du tust. Nimm wahr, was sich in diesem Augenblick lebt.“ Kein ICH kann etwas leisten, kein ICH kann scheitern. Stolz, Minderwertigkeit, Neid, Missgunst, die Gier nach Anerkennung, sie alle sind Gedanken und Gefühle, die die Ereignisse des Lebens unangenehm färben.

Erkennen wir sie als Chimären und halten sie nicht fest, können sie sich auflösen und unser ICH steht nicht mehr dem Leben gegenüber, sondern es wird eins mit dem Leben. Leistungen geschehen. Freude taucht auf. Versagen geschieht. Ich halte das unangenehme Gefühl aus. Nichts fest halten, weder das eine bevorzugen, noch das andere ablehnen, macht uns frei in jedem Augenblick das zu leben, was sich gerade ereignet.

www.benediktushof-holzkirchen.de